Zukunft statt Ideologie

Ein Kommentar unseres Stellvertretenden Vorsitzenden Christian Saup (25) zum Leserbrief von Herr Harst aus der Heilbronner Stimme vom 28.05.2018 (S. 29)

So befremdet wie Herr Harst sich über die Pressemitteilung der Jungen Union gezeigt hat, so befremdet war ich persönlich von seinem Leserbrief.
Die von Ihm angesprochene Generation ist durchaus befähigt, sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht darauf angewiesen von älteren Mitgliedern der Gesellschaft dafür zurechtgewiesen zu werden. Wir schätzen bürgerschaftliches Engagement durchaus, der Zeitpunkt und das Vorgreifen auf eine noch nicht getroffene Entscheidung unserer gewählten Repräsentanten darf man allerdings durchaus auch kritisch sehen.

Und so „unbestritten“, wie von Herr Harst propagiert ist die Unnötigkeit des Anschlusses bei nicht gleichzeitig erfolgtem Komplettausbau der B27 keinesfalls. Auch wenn die Gegner des Anschlusses dies wie von uns kritisiert gerne so darstellen.

Dass der B27-Anschluss an die Binswanger Straße nur ein Teil des Mobilitätskonzepts darstellt hat die Stadtverwaltung auf der Informationsveranstaltung in der Ballei klar gemacht, es ging nur in der vorgebrachten Kritik der BI unter. Ein ganzheitliches Konzept unter Einbindung der großen Arbeitgeber Neckarsulms ist unumgänglich und bereits in Planung. Wer aber diese Planung nicht abwarten will und stattdessen eine Verkehrsführung durch den Wilfensee, vorbei an Weingütern und Natur vorschlägt, der will die Verkehrssituation nicht verbessern, sondern lediglich Infrastrukturmaßnahmen verhindern und seine Ideologie fernab von Fakten durchsetzen. Und das schadet uns als junger Generation dann tatsächlich mehr als das Befremden von Personen außerhalb unserer Altersgruppe.