Helmut Kohl ist tot – Ein persönlicher Nachruf unseres stv. Vorsitzenden Kevin Pukat

Tief betroffen hat mich die Nachricht, dass der Kanzler der Einheit nicht mehr unter uns weilt. Viel wird über ihn berichtet werden in den Tagen nach seinem Tod. Er war einer der Politiker, der nicht nur in die Geschichte eingehen wird, er war auch einer der uns allen, die ihn erleben haben dürfen, in Erinnerung bleiben wird.

Er war ein streitbares Original. Einer mit Ecken und Kanten. Kein Politiker nach ihm hatte so ein authentisches Erscheinungsbild. Er war ein Machtmensch ohne Frage, aber keiner dieser aalglatten Schleimer. Er hatte seine Fehler, wahrscheinlich zu viele davon. Vor allem im Privaten.

Meine ersten 16 Lebensjahre war Helmut Kohl mein Kanzler. So habe ich ihn wahrgenommen, so haben ihn auch viele andere wahrgenommen. Sein Bild im Fernsehen oder auf Wahlplakaten zu sehen, hatte als Kind und später als Jugendlicher eine beruhigende Wirkung.

Nach seiner Abwahl 1998 war er der Grund mich verstärkt für die Politik zu interessieren. Er war auch der Grund mit 18 Jahren in die CDU einzutreten und aktiv in die Politik einzusteigen.
Dafür möchte ich ihm danken. Durch ihn wollte ich mich einbringen, selber etwas bewegen.

Anlässlich seines 80. Geburtstages hatte ich das große Glück zusammen mit Hunderten anderen Jungpolitikern ihm vor seinem Bungalow in Oggersheim mit der Hilfe von Gotthilf Fischer ein Ständchen singen zu dürfen. Eine Atmosphäre und ein Moment, welchen ich nicht mehr vergessen werde. Meine Gedanken sind bei seinen Kindern und deren Familien. Danke Helmut!