„Wer Rechts wählt bekommt eine linke Bundesregierung!“ – CDU schwört sich mit kämpferischen Reden beim Neckarsulmer Politischen Aschermittwoch auf Wahljahr ein

Es war alles angerichtet an diesem Aschermittwoch. Zum 31. Mal lud die CDU Neckarsulm zur vielleicht traditionellsten politischen Veranstaltung im Unterland und die Zuhörer kamen reichlich. Über 70 Personen drängten sich in der Gaststätte Saalbau Hitzfelder, die bis auf den letzten Platz belegt war um bei deftigen Gerichten ebenso deftigen Reden zu lauschen und anschließend mit den Rednern zünftig zu diskutieren. Als Redner waren der Bundestagskandidat der CDU im Wahlkreis Alexander Throm, der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Dr. Bernhard Lasotta und der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Neckarsulmer Gemeinderat Eberhard Jochim gekommen.

Den Auftakt machte Jochim mit einem kurzen Einstieg in die Neckarsulmer Kommunalpolitik.

Ihm folgte Bernhard Lasotta. Wie auch sein Vorredner lobte er die Arbeit des im Herbst abgewählten Neckarsulmer Oberbürgermeisters Joachim Scholz, denn „die gute Sturktur, von der Neckarsulm jetzt profitiert ist sein Verdienst!“.
Neben den Finanzen sei das Verkehrsproblem am dringlichsten, hier müsse der ganze Landkreis eine Lösung finden. Leidenschaftlich setzte sich Lasotta für ein geeintes Europa ein.
„Es darf keine Abschottung geben. Neckarsulm als Herz von Baden-Württemberg lebt von freien Märkten.“

In der Bildungspolitik forderte er eine Abkehr von Strukturdebatten, man müsse „weg von der Ideologisierung hin zu einer sachgerechten Politik mit guten Lehrern und gutem Unterricht.“ Hier leiste die „gute und unerschrockene“ Bildungsministerin Dr. Susanne Eisenmann einen hervorragenden Job.
Und auch in der Integrationspolitik, seinem Steckenpferd, fand der Landtagsabgeordnete klare Worte, die mit viel Applaus belegt wurden. Er forderte ein Vollverschleierungsverbot, denn „ich kann niemanden integrieren, dem ich bei einem Gespräch nicht in die Augen schauen kann“, ein Kopftuchverbot für Richterinnen und Staatsanwältinnen, denn das „widerspricht unserem Verständnis einer offenen, toleranten und religionsunabhängigen Staatsgewalt“, so Lasotta. Außerdem müsse man für die Ausweisung der Maghreb-Staaten als Sichere Herkunftsländer und gegen die Entstehung von Parallelgesellschaften kämpfen, denn „wer Toleranz mit Wegschauen verwechselt der hat unsere Gesellschaft nicht verstanden!“

Und auch der Hauptredner der Veranstaltung Alexander Throm fand in seiner Rede klare Worte. Er warf SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz Populismus vor und verglich seine Arbeitsweise mit der des umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump.
„Trump ist ein gnadenloser Populist. Er stänkert gegen Eliten, redet sein Land schlecht und nutzt Fake News für seine Argumentation. Und das macht Martin Schulz auch, er ist ein linker Populist und nichts Anderes.“ Und auch wenn wir nicht „auf einer Insel der Glückseligkeit leben“, so gehe es uns doch besser als in jedem anderen Land, so Throm unter dem Beifall der Zuhörer.
Es sei unverantwortlich, einem Mann Deutschland anzuvertrauen, der noch vor Kurzem in Brüssel und Straßburg für eine gemeinsame europäische Arbeitslosenversicherung und Euro-Bonds gekämpft habe, denn „eines ist klar: Deutschland hätte dafür bezahlt.“. In Anspielung auf seine frisurtechnische Ähnlichkeit mit dem „Problembär des Arbeitsmarktes“ Schulz fügte der CDU-Kandidat hinzu: „Ich mache keine Witze über seine Frisur, immerhin haben wir wohl einen ähnlichen Friseur. Aber es gehört auch immer noch ein Kopf unter eine Frisur.“

Die einzige Koalition in der Schulz Kanzler werden könne sei Rot-Rot-Grün und „was uns da blüht können wir im Koalitionsvertrag von Berlin sehen. Abschaffung der Videoüberwachung, gegen Abschiebehaft und Abschiebungen generell, Wiedereinsetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte und zwar auch für Verwandte 2. Grades, das heißt nicht nur Mutter, Vater, Kind, sondern auch Großeltern.“, zeigte Throm die Rot-Rot-Grünen Pläne auf und legte nach: „Und der örtliche SPD-Abgeordnete Josip Juratovic arbeitet ein Positionspapier aus, nachdem auch alle Nicht-EU-Ausländer das kommunale Wahlrecht bekommen sollen. Hier schafft sich die SPD mehrere Millionen neue Stimmen für die Wahlen in den Kommunen.“
Auch die Grünen griff er direkt an. „Die Grünen sind eine Gefahr für Deutschland da sie nicht bereit sind, Eingriffe in die Grundrechte einzelner zu dulden um die Mehrheit zu schützen. Sie stellen damit den Täterschutz vor den Opferschutz. Und malen Sie sich das Bild eines solchen Kabinetts. Ein Außenminister Cem Özdemir, eine Finanzministerin Sara Wagenknecht und als Integrationsminister der Zottel der Grünen, Anton Hofreiter. Wollen wir das wirklich?“, warf er angriffslustig in die Runde.

„Aber eins ist auch klar: Wer Wohlstand, Sicherheit und Freiheit behalten will, darf auch nicht AfD wählen!“, legte der ehemalige Landtagsabgeordnete nach. Er kritisierte die AfD als mittlerweile nicht mehr nur rechtspopulistisch, sondern teils offen rechtsradikal. „Wer die Rede von Björn Höcke in Dresden gehört hat, der weiß was für Geistes Kind die AfD ist. Und mit einer solchen Partei kann und wird niemand koalieren. Das heißt aber auch: Wer rechts wählt bekommt eine linke Bundesregierung!“

Abschließend lobte er Bundeskanzlerin Angela Merkel.
„Man muss nicht alles was Sie sagt mögen und man muss nicht jede Ihrer Positionen vertreten, aber Sie steht für mich für die drei V. Vernunft, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit!“

Nach einer Fragerunde, in der die Anwesenden ihre Möglichkeit nutzten tiefergehende Fragen zu bereits aufgeworfenen Themen zu stellen, bewies der anschließende Applaus, dass die Redner voll den Nerv der Gäste getroffen hatten.

Zum Abschluss einer gelungenen Veranstaltung ehrten Lasotta und die Neckarsulmer Vorsitzende Ina Maria Berthold, die selbst für 40 Jahre Parteizugehörigkeit ausgezeichnet wurde, noch einige Jubilare, ehe der 31. Politische Aschermittwoch in den gemütlichen Teil überging.

Geehrt wurden:
Gerhard Miller – 40 Jahre
Ina Maria Berthold – 40 Jahre
Gabriele Chardon – 35 Jahre
Karl-Heinz Chardon – 35 Jahre
Ute Kammerer – 25 Jahre
Karin Miller – 25 Jahre

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier

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